Hilfe und Beratung bei Glücksspielsucht
Als eine schwächere Ausprägung gilt das problematische Spielen. Für diese Form des Glücksspielens liegt keine einheitliche Definition vor. Betroffene ziehen sich oft zurück und meiden soziale Kontakte. Sie verlieren oftmals ihre Interessen und in der Kommunikation mit Angehörigen kommt es häufig zu Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen.
In der Therapie bekommt der Spielsüchtige pro Woche einen kleinen Geldbetrag als Taschengeld, etwa 30 oder 40 Euro, und muss damit gut zurechtkommen. Der Betrag ist bewusst niedrig kalkuliert, damit der Betroffene wieder lernt, den Wert des Geldes richtig einzuschätzen. Der Therapeut kann den Patienten zusätzlich unterstützen, indem er mit ihm über unrealistische Geldphantasien und über die realen Lebenshaltungskosten spricht. Denn zum einen sind Geldsorgen mit ein Grund, warum ein Spielsüchtiger immer wieder in die Spielhalle, ins Casino oder ins Wettbüro zurückkehrt. Er hofft durch einen großen Gewinn seine Schulden loszuwerden.
Dies verführt zu höheren Einsätzen und man verliert schneller den Überblick über seine Spielverluste. Dennoch weisen auch pathologische Spieler im Krankheitsverlauf bestimmte Symptome auf, die auf ein Suchproblem hindeuten können. Hier gilt es, die typischen Anzeichen frühzeitig zu erkennen, um bei der Spielsucht-Bekämpfung möglichst früh ansetzen zu können. Wir arbeiten mit Prozesskostenfinanzierern zusammen, die alle anfallenden Kosten für Sie übernehmen.
Falls Sie eine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen wollen, fragen Sie nach, ob es sich um eine kostenlose Beratung handelt, oder ob Ihnen durch die Beratung Kosten entstehen. Die finanzielle Situation ist bei Glücksspielsüchtigen oft existenziell bedrohlich. Die Schuldnerberatungsstelle hilft Ihnen konkret, den Schuldenberg zu bearbeiten und entwickelt mit allen Beteiligten realistische Zielsetzungen für den Schuldenabbau. • Machen Sie der betroffenen Person keine Vorwürfe, sondern äußern Sie Ihre Sorgen und machen Sie konkrete Vorschläge in Bezug auf nächste Schritte. • Einer dieser Schritte könnte ein Kontakt zu Suchtberatungsstellen, Schuldnerberatung etc. sein.
Allein solche Gruppensitzungen können den suchtkranken Personen bereits sehr beim Heilungsprozess helfen, da man sich in der Gruppe gegenseitig unterstützt und motiviert. Die Seite -dein-spiel.de des BIÖG bietet betroffenen Personen, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um das Themenfeld Glücksspiel und Glücksspielsucht. Hier wird Ihnen darüber hinaus eine persönliche Beratung zum Beispiel über Telefon angeboten. Glücksspielabhängige befinden sich häufig in einer Negativspirale, in der Verluste aus Glücksspielen versucht werden mit weiteren Glücksspielteilnahmen auszugleichen.
- Außerdem ist das Risiko bei bestimmten Spielformen besonders hoch, so dass die Spielenden leichter süchtig danach werden.
- Spieler haben daher das Recht, ihre verlorenen Einsätze von diesen und weiteren Anbietern zurückzufordern.
- Bei Verheirateten oder Partnerschaften können es Eheprobleme bzw.
- Hier finden Sie Informationen, wie Sie der Person helfen – und was Sie für sich selbst tun können.
- Denn mit den meisten mobilen Geräten wie Smartphones ist es möglich, Spiele-Apps auszuführen.
- Denn zum einen sind Geldsorgen mit ein Grund, warum ein Spielsüchtiger immer wieder in die Spielhalle, ins Casino oder ins Wettbüro zurückkehrt.
Bei einer Glücksspielsucht kommt es oft zu Problemen in der Familie – manchmal bis zur Scheidung und Zerrüttung der Familie. Dort können Sie auch nach Hilfemöglichkeiten für Ihre Kinder fragen. Ein Verzeichnis der Familien- und Erziehungsberatungsstellen finden Sie hier. Und auch Angehörige leiden unter der Spielsucht der betroffenen Person.
Sagen Sie dem Betroffenen, dass Sie kein Geld verleihen – und bleiben Sie hart. Zugleich stellen Sie klar, dass Sie das übermäßige Spielen ablehnen – jedoch nicht den davon betroffenen Menschen. Auch sind die Online-Spiele auf möglichst schnelle Spielabfolgen ausgelegt.
Aber auch auf persönlicher Ebene ist es möglich, gewisse Maßnahmen zur Vorbeugung zu treffen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Glücksspielsucht an einer weiteren psychischen Erkrankung bzw. Dazu zählen etwa Alkoholabhängigkeit, der Konsum illegaler Substanzen, Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen. Bei der Entstehung von Glücksspielsucht steht die Beeinflussung von Gefühlen durch das Spielen im Mittelpunkt. Betroffene möchten sich durch das Spielverhalten entspannter und glücklicher fühlen sowie Probleme vergessen. Andere bisher erlernte und angemessene Verhaltensweisen zum Umgang mit Gefühlen verdrängen Menschen mit Glücksspielsucht hingegen.
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Das Gefahrenpotenzial bleibt dennoch hoch, da Online-Angebote rund um die Uhr und ortsunabhängig verfügbar sind. Pathologisches Spielen gehört, da dem Körper keine Substanzen zugeführt werden, zu den so genannten nichtsubstanzgebundenen Abhängigkeiten. Spielen hat jedoch eine ähnliche Wirkung wie die Einnahme von Amphetaminen oder Kokain. Das Hochgefühl wird durch die vermehrte Ausschüttung der Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin ausgelöst.
Dieser kann von der Motivationsförderung, über die Entwöhnungsbehandlung bis hin zur nachhaltigen Stabilisierung der Veränderung reichen. Die meisten Menschen nutzen Glücksspiel zur Unterhaltung – mit Grenzen. Wird das Spiel jedoch zum Mittelpunkt des Denkens und Handelns, gerät die Kontrolle ins Wanken.
Telefonberatung Glücksspielhilfe
Häufig kostet dieser erste Schritt viel Überwindung für die Betroffenen. Doch wenn sie erst einmal merken, dass sie mit ihrem Problem nicht auf sich gestellt sind, dann fassen sie neuen Mut. Mehr Informationen zur Glücksspielsperre finden Sie unter check-dein-spiel.de,einem Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Andernfalls kann ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik oder einer anderen Therapieeinrichtung helfen, den Kreislauf der Spielsucht zu durchbrechen. Eine stationäre Behandlung ist auch angeraten, wenn weitere Erkrankungen und Abhängigkeiten hinzukommen. Die Diagnose der Spielsucht erfolgt in der Regel mithilfe von Kurzfragebögen in Form von Selbstangaben der Betroffenen.
Freigeist- Die Selbsthilfegruppe für Angehörige von Glücksspielsüchtigen
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen. Bei zwanghaftem Spielen wird die betroffene Person von dem Verlangen nach Spielen beherrscht, ohne den Impuls zum Spiel widerstehen zu können. Die Krankheit entwickelt sich meist schleichend, sodass es oftmals schwierig ist, eine klare Grenze zwischen Genuss und Sucht zu ziehen. Krisenhafte Situationen, Sorgen und Nöte können Sie krank machen. Es ist wichtig, körperliche- und psychische Beschwerden ernst zu nehmen.
Diese kann einen Rückzahlungsplan mit den Betroffenen anfertigen und mit den Gläubigern sprechen, um etwa eine mehrjährige Ratenzahlung für die Rückzahlung des geschuldeten Geldes zu vereinbaren. Die Angehörigen von Spielsüchtigen sind von der Sucht ebenfalls gravierend betroffen. Dadurch fehlt das Geld für wichtige Zahlungen und Anschaffungen, außerdem haftet der Ehepartner auch mit für den finanziellen Schaden.
Der Therapeut muss behutsam klarstellen, dass diese Überzeugung ein Irrtum war, der die Sucht gefördert hat. Eine heikle Sache, einige Betroffene weigern sich vehement, diese Tatsache anzuerkennen. Bei der Stationären Therapie lebt der Spielsüchtige fünf bis zwölf Wochen in einer Klinik oder Reha-Einrichtung.
Eine Spielsucht entwickelt sich nur schleichend und stellt deshalb eine besonders hohe Gefahr dar. Die Illusion, der Spieler hätte die Kontrolle über das Spielergebnis, wird durch kleinere Gewinne und Fast-Gewinne aufrechterhalten. Die Spielsüchtigen können sich ab einem gewissen Punkt aus eigener Kraft nicht mehr davon losreißen. Sie können Ihre gesamten Spielverluste daher risikofrei zurückfordern.
In diesem Zuge erfahren die Teilnehmer auch eine intensive psychologische Behandlung. Die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht bieten ebenfalls eine Suchfunktion für eine Beratung vor Ort an. Familienangehörige oder Glücksspiel-Anbieter können eine Fremdsperre beantragen.
Viele Spieler weisen darüber hinaus auch häufig eine weitere Abhängigkeit (Medikamente, Alkohol, Essstörungen) auf. Nach verlustreichem Spiel folgt häufig das Bestreben ohne Glücksspiele zu leben, ohne fremde Hilfe scheitern diese Versuche jedoch nach wenigen Tagen oder Wochen. Begleitet werden diese Bestrebungen von Glaubenssätzen wie „Ich kann aufhören, wenn ich es wirklich will“, steht ihnen jedoch wieder ausreichend Geld zur Verfügung, so wird noch exzessiver bwin sports gespielt. Da das Erleben während eines Spiels im Laufe der Zeit abstumpft, muss die „Dosis“ erhöht werden, sodass pathologische Spieler sehr häufig eine höhere Risikostufe wählen und noch mehr Geld einsetzen.
Weil beispielsweise Glücksspielsüchtige fatalerweise der Meinung sind, sich nur durch einen hohen Gewinn von den Schulden befreien zu können, wird ihr Schuldenberg größer und größer. Mit der Zeit reicht die bisherige „Spiel-Dosis“ nicht mehr aus, um das gewünschte Hochgefühl im Gehirn auszulösen. Der Betroffene muss öfters spielen, höhere Geldsummen einsetzen, um den Kick und das Glücksgefühl zu erleben. Je öfter die Person beim Spielen einen wohligen Nervenkitzel und einen Glücksrausch erlebt, desto mehr verbindet das sein Gehirn die Reize des Spielens mit positiven, aufregenden Gefühlen. Es wird zunehmend auf das Spielen konditioniert, verlangt nach einiger Zeit automatisch danach und der Betroffene verspürt nun regelmäßig den Wunsch, zu spielen. Noch hat der Betroffene das Spielen unter Kontrolle, er geht weiterhin seinen Verpflichtungen im Berufs- und Privatleben sowie anderen Freizeitaktivitäten nach.
Stress und Angstgefühle nehmen zu, auch Panikattacken und Depressionen können entstehen. Pathologische Spieler haben Konzentrationsprobleme, zittrige Hände, Schweißausbrüche, eine innere Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen. Der Spielsüchtige hat keine Kontrolle mehr über sein Verhalten, wenn er mit einem Spiel angefangen hat, setzt er zum Beispiel beim Glücksspiel sein gesamtes verfügbares Geld ein. Macht er einen Gewinn, verspielt er diesen sofort wieder, auch wenn er schon längst Zehntausende oder Hundertausende Euro Schulden hat. Menschen, die süchtig nach Computer- oder Videospielen sind, verlieren dann völlig das Zeitgefühl und spielen zum Teil bis zur Erschöpfung.
Neben den staatlich vorgegebenen Präventionen bieten viele Plattformen weitere Möglichkeiten zur Selbstbegrenzung oder zum dauerhaften Spielausschluss. Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Beratungsstellen sowie nützliche Links für Online-Hilfe bei Glücksspielsucht stehen ebenfalls bereit und werden ausführlich thematisiert. Komorbide Störungen können dabei das pathologische Spielen entweder auslösen oder begünstigen, auf der anderen Seite können solche Störungen aber auch die Folge des Spielens darstellen.